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Es werden Posts vom November, 2024 angezeigt.

Neue Bildgebung unter dem ADC

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Am vergangenen Montag wurde die erste Bildgebung unter der neuen Therapie durchgeführt. Verständlicherweise war ich sehr gespannt auf das Ergebnis, weil ich gar nicht einschätzen kann, wie das Mittel bei mir wirkt. Ergebnis: Der Primärtumor ist deutlich kleiner geworden, die umliegenden Lymphknoten allerdings etwas gewachsen.  Das bedeutet mehr oder weniger Gleichstand.  Die genauen Zahlen reiche ich noch nach.  Im MRT zeigt die Metastase im Kopf einen leichten Progress im Millimeter Bereich. Hier soll erneut das neurologische Tumorboard befragt werden, ob man weiterhin der Auffassung ist, dass es sich eher um Narbengewebe als um Tumorgewebe handelt. Auch hier folgt eine Rückmeldung von mir in Kürze. Allerdings ergibt sich eine Unsicherheit aufgrund dessen, dass die neue Behandlung erst 4 Wochen NACH der letzten Bildgebung begonnen wurde. Diese 4 Wochen sind jetzt überhaupt nicht abgebildet. Also, abwarten auf das Tumorboard...

Dritter ADC Termin

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Nachdem ich in der letzten Woche endlich mal berichtet habe, wie es mir persönlich so geht, möchte ich heute wieder vom aktuellen Stand berichten. Die dritte Therapie stand gestern an und soweit habe ich die wieder ganz gut vertragen. Klar müssen wir hier auch wieder ein paar Tage abwarten, um wirklich Klarheit zu bekommen. Aber gefühlt ist meine erste Einschätzung positiv. Zudem habe ich gestern meine Einwilligung zu einer etwas anderen Studie gegeben. Diese trägt den Namen „Task Force 5“ und wird als Forschungsvorhaben von der Pathologie der Uniklinik Köln in Zusammenarbeit mit der Uniklinik Dresden abgehalten.  Ziel ist es, nach möglichen Keimbahnvarianten zu suchen als Nachweis eines genetischen Tumorrisikosyndroms. Dieses hätte insbesondere Auswirkungen auf die Nachkommen eines Patienten. Man kann hiermit also das Risiko einer Vererbung ermitteln. Hierfür wird eine Genomsequenzierung aus einer Blutprobe und eine Exomsequenzierung an einer vorhandenen Gewebeprobe durchgefü...

Wie geht es mir eigentlich?

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Nachdem ich letzte Woche meinen 100. Blogeintrag geschrieben habe, geht mir eine -schon länger zurückliegende- Frage meiner Frau nicht mehr aus dem Sinn. Denn sie sagte mir, ich erkläre alles immer so faszinierend detailliert und bis ins Kleinste, aber immer so technisch (ich bin halt der Praktiker, technisch kann man alles so leicht und verständlich erklären). Aber wie geht es mir eigentlich als Mensch? Wie fühle ich mich mit der Erkrankung und was macht das Ganze mit mir? Ich versuche das heute ein wenig zu beleuchten, auch wenn das nicht gerade meine Stärke ist... Also generell ist eine Krebsdiagnose so mit das Einschneidendste, was einem als Mensch passieren kann. Ich kann mich noch an die Worte des allerersten Arztes erinnern, dem ich auf meinem Weg begegnet bin:  "Herr Sas, es wird nichts mehr so sein, wie es mal war..." Und da hat er Recht behalten. Man fühlt sich in so einem Moment unglaublich hilflos, so ausgeliefert. Und irgendwie kommt das -je nach Zwischenstand od...